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ATONAL FÜR DEUTSCHLAND
07 Juni 2024—18 Mai 2025
Online

ATONAL FÜR DEUTSCHLAND

Laute Musik gegen Rechtsextremismus

Im Rahmen des Digitalprojektes ATONAL FÜR DEUTSCHLAND setzen sich Komponist*innen und Videokünstler*innen mit den propagandistischen Reden rechtsextremistischer Politiker*innen auseinander und machen deutlich, welche Haltung sich hinter den manipulativen Worten dieser Politiker*innen verbirgt. PODIUM will mit diesem dezidiert politischen Kunstprojekt ein klares Zeichen gegen den wachsenden Rechtsextremismus setzen und gerade junge Menschen dazu ermutigen, sich kritisch mit den millionenfach im Netz verbreiteten Hassreden auseinanderzusetzen. Es ist eine schwierige Gratwanderung, mit dem Originalmaterial umzugehen, das weiß auch der Künstlerische Leiter Joosten Ellée, doch ist er der Überzeugung: “Wir müssen alles versuchen, um unsere Demokratie zu verteidigen. Nur so wird es uns gelingen, dem Rechtsruck wirksam entgegenzutreten. Die Pluralität des Widerstands ist unsere Stärke.“

Gerade im wenig kontrollierten Raum des Internets hat der Rechtspopulismus die Sozialen Medien als Propagandainstrument für sich entdeckt und nutzt diese Plattformen, um gezielt junge Menschen mit seinen Botschaften zu beeinflussen. Aus diesem Grund ist es jungen Künstler*innen ein Anliegen, dem Rechtspopulismus das digitale Schlachtfeld nicht zu überlassen und auf diesen medialen Kanälen präsenter zu sein. Das Digitalprojekt startet mit einem Video des Komponisten, Dramatiker und Sänger Elia Rediger und des Regisseurs und Videokünstlers Michael von zur Mühlen. In ihrem Video „Requiem für Alice Weidel” dekonstruieren die Künstler die hasserfüllte Rede Alice Weidels vom 31. Januar 2024 im Deutschen Bundestag musikalisch und demaskieren dadurch die darin enthaltenen menschenfeindlichen Aussagen. Sie gebrauchen die künstlerische Form des Requiems nicht als Aufruf zur Gewalt, sondern als fiktives Szenario der Läuterung. Dabei nutzt das Werk die Freiheit der Kunst in vollem Umfang, verdeutlicht den unbändigen, immer wiederkehrenden Hass der Rede und konterkariert mit einem fiktiven Blick aus dem Jahr 2044 zurück diesen unsäglichen Auftritt der Politikerin.

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