© Simon Heinze

ERÖFFNUNGSKONZERT
BAROQUE IMMERSIONS

Augen schließen und schwelgen im dichten polyphonen Klang des Barocks: Auf einem historischen Instrumentarium werden selten aufgeführte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischer Musik, die sich auf eben jene Zeit bezieht, verschränkt. Der Clou liegt hier im Klang, denn der Abend versucht, ein besonders immersives Klangerlebnis zu schaffen: Dank eines Mehrkanal-Lautsprechersystems wird der Ensembleklang in Echtzeit elektronisch verstärkt, verräumlicht, verdichtet und verzerrt – zu einem barocken Klangbad!

Neue Aspekte in der Alten Musik zu finden, Bezüge zum Heute zu entdecken in der Musik des Barock, einer Zeit, in der Unsicherheiten ungefiltert erfahren und Emotionen offen gelebt wurden, das ist schon lange ein Anliegen von PODIUM. Nach den minimalistischen Interpretationen der „Johannespassion“ und zuletzt Monteverdis „L’Orfeo” laden nun acht junge Musiker*innen zu einem barocken Klangbad. Auf einem historischen Instrumentarium werden selten aufgeführte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts lebendig, von Komponisten wie Georg Muffat und Johann Christoph Bach. Doch die Aufführung versucht darüber hinaus, das aus der Kunstwelt vertraute immersive Erleben auf diese Musik zu übertragen: Dank eines Mehrkanal-Lautsprechersystems wird der Ensembleklang in Echtzeit elektronisch verstärkt, verräumlicht, verdichtet und verzerrt. Einzelne Instrumente treten hervor, nicht willkürlich, sondern in Anlehnung an die Partitur. Auf diese Weise lässt sich eine erstaunliche Intensivierung erleben: Augen schließen und schwelgen im dichten polyphonen Klang des Barocks. Dieser Sound erfährt eine Verlängerung bis in die Gegenwart, wenn zeitgenössische Komponisten wie Johannes Schöllhorn oder Arash Safaian das „In-Nomine“-Motiv des Frühbarocks aufgreifen oder barocke Kadenzen modern interpretieren. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert war das Klangmotiv, das ursprünglich aus einer Messe von John Taverner stammt, sehr beliebt und wurde von vielen Komponist*innen kunstvoll polyphon verarbeitet. Heute zieht es sich wie ein roter Faden durch das Programm. Den Höhepunkt dieses ungewöhnlichen Konzerterlebnisses bildet die Darbietung des Textes „Transcription of Organ Music“ aus der Feder des Dichters Allen Ginsberg, kombiniert mit Orgelbearbeitungen von Johann Sebastian Bach.

Direkt im Anschluss an das Konzert findet ein Nachgespräch statt, moderiert von der Musikjournalistin Marie König.

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JulDO1520:00 21:30 ERÖFFNUNGSKONZERT
BAROQUE IMMERSIONS
Barock als intensives Klangbad: Alte Musik schlägt mit neuer Soundtechnik Brücken ins Heute.Württembergische LandesbühneSchlagworte:Festival 2021Beginn: 20:00 - 21:30 Tickets:
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BAROQUE IMMERSIONS

Augen schließen und schwelgen im dichten polyphonen Klang des Barocks: Auf einem historischen Instrumentarium werden selten aufgeführte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischer Musik, die sich auf eben jene Zeit bezieht, verschränkt. Der Clou liegt hier im Klang, denn der Abend versucht, ein besonders immersives Klangerlebnis zu schaffen: Dank eines Mehrkanal-Lautsprechersystems wird der Ensembleklang in Echtzeit elektronisch verstärkt, verräumlicht, verdichtet und verzerrt – zu einem barocken Klangbad!

Neue Aspekte in der Alten Musik zu finden, Bezüge zum Heute zu entdecken in der Musik des Barock, einer Zeit, in der Unsicherheiten ungefiltert erfahren und Emotionen offen gelebt wurden, das ist schon lange ein Anliegen von PODIUM. Nach den minimalistischen Interpretationen der „Johannespassion“ und zuletzt Monteverdis „L’Orfeo” laden nun acht junge Musiker*innen zu einem barocken Klangbad. Auf einem historischen Instrumentarium werden selten aufgeführte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts lebendig, von Komponisten wie Georg Muffat und Johann Christoph Bach. Doch die Aufführung versucht darüber hinaus, das aus der Kunstwelt vertraute immersive Erleben auf diese Musik zu übertragen: Dank eines Mehrkanal-Lautsprechersystems wird der Ensembleklang in Echtzeit elektronisch verstärkt, verräumlicht, verdichtet und verzerrt. Einzelne Instrumente treten hervor, nicht willkürlich, sondern in Anlehnung an die Partitur. Auf diese Weise lässt sich eine erstaunliche Intensivierung erleben: Augen schließen und schwelgen im dichten polyphonen Klang des Barocks. Dieser Sound erfährt eine Verlängerung bis in die Gegenwart, wenn zeitgenössische Komponisten wie Johannes Schöllhorn oder Arash Safaian das „In-Nomine“-Motiv des Frühbarocks aufgreifen oder barocke Kadenzen modern interpretieren. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert war das Klangmotiv, das ursprünglich aus einer Messe von John Taverner stammt, sehr beliebt und wurde von vielen Komponist*innen kunstvoll polyphon verarbeitet. Heute zieht es sich wie ein roter Faden durch das Programm. Den Höhepunkt dieses ungewöhnlichen Konzerterlebnisses bildet die Darbietung des Textes „Transcription of Organ Music“ aus der Feder des Dichters Allen Ginsberg, kombiniert mit Orgelbearbeitungen von Johann Sebastian Bach.

Direkt im Anschluss an das Konzert findet ein Nachgespräch statt, moderiert von der Musikjournalistin Marie König.

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Time

(Donnerstag) 20:00 - 21:30

Location

Württembergische Landesbühne

Organizer

PODIUM Festival 2021

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